Zum Inhalt

Geschichte

Das „Grüne Haus“ wurde 1914 als Waisenhaus und Erziehungsheim* nach den Entwürfen von Franz Hildebrand gebaut. Zum Heim gehörte sowohl ein dreistöckiges Backsteingebäude mit zwei Flügeln, in dem sich bis vor Kurzem das Jugendgästehaus Tegel befand und das nun vom Humboldt-Gymnasium genutzt wird, als auch das zweistöckige Wohnhaus des Schulleiters, das heute als Pfadfinderburg bekannt ist.

1982 erhielt der Deutsche Pfadfinderbund vom Land Berlin das Gebäude zur Miete. Bei der Übernahme war das Haus in einem extrem schlechten Zustand, es hatte vorher mit kaputtem Dach und zerbrochenen Fenstern mehr als fünf Jahre leer gestanden. Es dauerte dann noch über zwei Jahre, bis wir endlich einen Vertrag hatten und mit dem Ausbau und Renovieren so richtig beginnen konnten.

Seit 1985 sind alle Räume nutzbar, auch die Küche und die sanitären Einrichtungen sind voll funktionsfähig.

In der nahen Vergangenheit wurden die sanitären Einrichtungen überholt, so dass es nun auch Duschen und ausreichend Toiletten gibt. Außerdem wurden der Warmwasser-Boiler und die Heizung technisch auf den neuesten Stand gebracht. 

Alle Änderungen wurden und werden größtenteils in Eigenleistung von den ehrenamtlichen Mitgliedern erbracht.

* Die Wohlfahrtseinrichtungen in der Stadtgemeinde Berlin (Graubuch), 6. Aufl., Berlin 1927, Rubrik Städtische Heime, S. 43 Nr. 240:
„Erziehungsheim ‚Grünes Haus‘, Tegel, Hermsdorfer Str. 190**, F.: Tegel 107. Leit.: Dir. Adomeit (11-1). – Aufnahme von Knaben (psychopathen und Schwachbefähigten), die der häuslichen Zucht und Pflege entbehren, dreiklassige Hilfsschule, siebenklassige Normalschule. Durchschnittlich 200 Plätze, Lehrlingsheim.“

** Straßenname von 1907 bis 06.08.1937, heutiger Straßenname: Waidmannsluster Damm